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Die Geschichte des Land Cruiser

Stark, verlässlich, ausdauernd – in den vergangenen sieben Jahrzehnten ist der Land Cruiser zu Recht zu einer Legende geworden. Seine Vielseitigkeit hat er in der Atacama Wüste, den Rocky Mountains, den Dünen Dubais und den offenen Ebenen Australiens bewiesen. Im Wesentlichen fährt er überall dort, wo er Platz hat. Wie konnte er die Welt erobern?
Die Erklärung ist einfach: hinter jedem einzelnen Teil steht das unerbittliche Streben der japanischen Ingenieure nach Perfektion. Dies gewährleistete, dass der Gründer, Kiichiro Toyoda als erster einen japanischen Wagen zum weltweiten Erfolg brachte, und zwar das Fahrzeug, das auf die längste Geschichte bei Toyota zurückblicken kann.

Das erste Modell war ein Kind des Zweiten Weltkriegs, geboren im Januar 1951 unter dem Namen Jeep BJ. Interessant ist, dass das Fahrzeug bei einer Fahrzeugbeschaffung der Polizei beinahe dem Willys Jeep unterlag; der Testpilot Ichiro Taira hingegen blieb hartnäckig und erklomm mit dem Geländewagen die sechste Stufe des Fuji, um dessen Ausdauer zu beweisen. Dies war das erste Auto, das bis in solche Höhen vorgedrungen war und von da an war es keine Frage, welches das neue Polizeiauto Japans wird. Es blieb nur eine Aufgabe, nämlich das Modell umzubenennen; seit 1954 trägt es den Namen Land Cruiser.

Auch die zweite Generation ließ nicht lange auf sich warten. Der etwas „zivilisiertere” J40 debütierte im Jahr 1955. Mit seiner eleganteren Karosserie, den besseren Lenkeigenschaften und der komfortableren Innenausstattung versuchte man in Richtung eines neuen Segmentes zu öffnen, und auch der Export verzeichnete einen Anstieg: Für einige Modelle wurden auch in Australien Cockpits gefertigt, der erste gänzlich außerhalb Japans gefertigte Toyota kam aus Brasilien. Die Zahlen stiegen weiter an: 1965 fuhren jährlich 50 000, drei Jahre später bereits 100 000 Land Cruiser auf den Straßen und der Aufschwung hielt weiter an.

Die nächste wesentliche Änderung erfolgte 1980, mit dem J60 Modell. Dieses Toyota Modell erfreute sich in der Offroad-Welt in sehr kurzer Zeit großer Bekanntheit und obwohl die Produktion 1990 offiziell eingestellt wurde, liefen in Venezuela noch zwei Jahre später fabrikneue Modelle vom Band. Bei diesem Typ wurden Klimaanlage sowie eine Heizung in dem hinteren Fahrzeugraum eingeführt und die Innenausstattung weiterentwickelt.

Ein wichtiger Punkt in der Entwicklungsgeschichte des Land Cruiser ist die J70 Serie, die seit 1984 fortlaufend hergestellt wird. Dieser Hardcore-Geländewagen – der in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich ist - ist einer der vielseitigsten, und dank seines verstärkten Fahrgestells und Antriebstrangs besteht er auch in den unwirtlichsten Gegenden, sei es bei der Arbeit oder auf Reisen. Dies war das erste japanische Auto, das auch mit Automatikgetriebe produziert wurde. Die Serie wurde 1999 in verschiedener Hinsicht erneuert, die vordere Achse erhielt Fahrwerksfedern, die hinteren Blattfedern wurden verlängert und somit der Fahrkomfort verbessert.

Als weiterer Meilenstein galt der Autosalon in Tokio im Oktober 1989, wo die Premiere des J80 stattfand. In einigen südamerikanischen Ländern war das Auto unter dem Namen „Bubble” bekannt, in Nord-Amerika und Europa war er nur mit permanentem Allradantrieb erhältlich. Interessant ist, dass bei diesem Modell bereits Airbags und ABS vorhanden waren, der Sicherheitsgurt konnte auch auf Schulterhöhe eingestellt werden und die anfangs seitlich zu öffnende Hecktür war von nun an nach oben zu öffnen.
Das Emblem erfuhr bei diesem Modell ebenfalls eine Veränderung: Ab 1995 wurde die Toyota Aufschrift durch das bekannte ovale Logo ersetzt, das viele als „Bohne mit Hut” oder „Sombrero” bezeichnen. 1997 wurde von dem 80er eine ausgesprochen für Sammler gedachte Edition produziert, bei der unter anderem die Embleme und die Teppiche, die inneren und äußeren Zierelemente vermitteln, dass es sich hierbei um ein nicht alltägliches Fahrzeug handelt. Dieses Modell verfügte bereits über Automatik-Klima und obwohl die Produktion in Japan 1997 eingestellt wurde, lief die Produktion in Venezuela weiter und der letzte 80er wurde dort 2008 gefertigt.

Toyota ist mit dem 80er auch in den Annalen des Autosports eingegangen. 1996 entsandte Toyota zwei Fahrzeuge zur Rallye Dakar, die die ersten beiden Plätze ihrer Kategorie belegten. Dieses Bravourstück konnte Toyota – zwar mit neueren Modellen – noch ein halbes Dutzend Mal bei der härtesten Geländerallye der Welt wiederholen.
Nach acht Jahren war auch der 80er für ein Facelifting bereit, der neue Herausforderer hieß J100. Eine ungewöhnliche Wendung ist, dass das Fahrzeug bereits 1991 in der Entwicklung war, dieser Prozess jedoch brach ab. Der moderne und überwältigende Geländewagen mit nie da gewesenem Luxus wurde 1997 als Grand Cruiser in Tokio vorgestellt.

Seit 2007 zeigt der 200er die mögliche Entwicklungsrichtung des ehemaligen Militärmonstrums. Der Premiere gingen fünf Jahre Planungsarbeit und zwei Jahre Tests voran und obwohl das Design Kritik erntete, blieb die NATO für ihre militärischen Aufgaben diesem Modell treu, was beweist, dass es sich immer noch um einen kompetenten Geländewagen handelt.
Bahnbrechend ist bei diesem Modell, dass es auch mit V8 Motor erhältlich ist und alle denkbaren Sicherheitsanforderungen übersteigt. Außerdem bietet es zahlreiche intelligente Lösungen – beispielsweise kann es ohne Schlüssel gestartet werden - Regensensor, Kameras, serienmäßige Navigation und ein sich den Geländegegebenheiten anpassendes Bremssystem unterstützen den Fahrer. Das 200er Modell ist seit 2014 nahezu überall erhältlich, ausgenommen Kanada und Hongkong – dort wird stattdessen der Lexus LX angeboten – und Nord- bzw. Südkorea.
Im Jahre 2014/2015 feierte die Automobilfabrik ihre Vergangenheit auf würdige Weise: den 70. Geburtstag beging der Hersteller mit zahlreichen Sondermodellen.

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